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Märchen im Grand Hotel Silvester im Deutschlandfunk Kultur! Das wird unzählige Paul-Abraham-Fans freuen, die keine Gelegenheit haben, am 17 oder 30. Dezember zu den beiden einzigen Aufführungen von Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand Hotel“ in die Komische Oper Berlin zu kommen: Deutschlandfunk Kultur wird die konzertante Aufführung der deut- schen Uraufführung am 31. Dezember ab 20:10 Uhr in voller Länge ausstrahlen! Für alle, die an diesem Abend andere Pläne haben, sei hier auf den „dradio recorder“ verwiesen, den man sich von den Seiten des Deutschlandfunks herunterladen kann, und über den man jede Sendung von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur im vorhinein programmieren und herunterladen lassen kann. Auch über die App „ARD Audiothek“ müsste die Sendung (hoffentlich) im Nachhinein anzuhören sein. Spielzeit 2018/19 im Theater Hof mit Viktoria und ihr Husar: Eine Meldung des Rosenthal-Theaters Selb kündigt für den Januar 2019 ein Gastspiel des Theaters Hof mit Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar“ an. Das Theater Hof, das seine Produktionen auch in mehreren Theatern umliegender Städte zeigt, hat das komplette Programm für die Spielzeit 2018/19 noch nicht veröffentlicht. Paul-Abraham-Park in Hamburg? Ein Ausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel (Hamburg) verabschiedete in der Sitzung am 20. 11. 2018 folgenden Antrag: „Zwischen dem Grindelpark und der Oberstraße 10 -18 befindet sich eine abge- schlossene Grünfläche. Anwohner haben vorgeschla- gen, dass diese Fläche nach dem jüdischen Komponist Paul Abraham (*02.11.1892; † 06.05.1960) benannt wird. Paul Abraham war ein erfolgreicher jüdischer Komponist, der nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste. […] Von 1956 bis zu seinem Tod am 6. Mai 1960 lebte der ‚König der Operette‘  in der Klosterallee 80, also in unmittelbarer Nähe der o.g. Grünfläche. Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten über das Bezirksamt, sich bei der Kulturbehörde dafür einzusetzen, dass die abgeschlossene Grünfläche zwischen dem Grindelpark und der Oberstraße 10 – 18 als Paul- Abraham-Park benannt wird.“ Hoftheater Bergkirchen: Großer Applaus für Abraham-Biografie in Liedern und Texten Am 15. November führte das Hoftheater Berkirchen in der Kulturschranne Dachau eine musikalisch- biographische Inszenierung über Paul Abraham auf. In der Süddeutschen Zeitung schrieb Dorothea Friedrich u.a.: „Die Sopranistin Janet Bens und der Tenor Bernhard Schneider sind das Traumpaar der musikalischen Inszenierungen des Hoftheaters Bergkirchen. Doch sie haben hauseigene Konkurrenz bekommen: Sopranistin Helena Schneider und Tenor Tobias Zick entzückten am vergangenen Mittwoch gleichfalls in der ausverkauften Kulturschranne Dachau in der ‚Biographie in Liedern und Texten des Operetten- und Filmkomponisten Paul Abraham‘; sie hat den heutzutage möglicherweise etwas missverständlichen Titel "Ich hab ein Diwanpüppchen". Petra Morper begleitete das Sängerquartett am Flügel. Die Pianistin spielte die jazzigen Melodien Abrahams mit viel Spaß und Empathie. Hoftheater-Chef Herbert Müller las und erzählte einfühlsam und kenntnisreich aus dem Leben des Mannes, der in den 1930er Jahren einen kometenhaften Aufstieg und einen brutalen Absturz erlebt hatte.“ Süddeutsche Zeitung Koblenz: Der Ball im Savoy wird inszeniert als Tanz auf dem Berliner Vulkan Wolfgang M. Schmitt in der Rhein-Zeitung zur Premiere von Ball im Savoy in Koblenz: „Nicht mehr als eine amüsante Posse also? Doch! Dies beweist die Koblenzer Inszenierung, indem Regisseur Ansgar Weigner eine entscheidende Änderung vornimmt: Er verlegt den Ort der Handlung nach Berlin. Dadurch ändert sich die Atmosphäre grundlegend. Jeder Tango führt nun am Abgrund entlang, jeder Charleston wird zum sprichwörtlichen Tanz auf dem Vulkan. […] Sowohl die Gesangsnummern als auch die Spielszenen sprühen vor witzigen Einfällen – auch dank der spielfreudigen Sänger. […] Im Graben wähnt man eine Jazzband, ein Tanz- und ein Revueorchester – nur wer den Illusionsbruch will, wird daran denken, dass dort unten die Rheinische Philharmonie sitzt, so authentisch und effektvoll dynamisch bringen Dirigent Daniel Spogis und die Musiker das Berlin des Jahres 1932 zum Klingen. Leise ist das selten, manchmal aber zu laut.“ Rhein-Zeitung (mit Bezahlschranke) Werner Häußner berichtet im Blog Revierpassagen. Er würdigt den zeitgeschichtlichen Bezug der Inszenierungt: „In der Villa des Marquis Aristide de Faublas tanzen eine Menge Gäste in den Morgen, an dem das junge Paar soeben ein pikantes amouröses Problem gelöst hat. Zunächst kaum bemerkt mischen sich zwei Männer im Schwarz der SS unter die Nachtschwärmer, zwei weitere schieben sich nach vorne. Die Uniformierten beginnen im Takt der Musik zu marschieren. Hinter ihnen formieren sich die Feiernden zur Front. Das Licht wird fahl, Abrahams schmissige Klänge mutieren, ohne sich zu verändern, zum bedrohlichen Kampflied. Der Gleichschritt vertreibt das Paar: Mit seinen von den Flitterwochen noch nicht ausgepackten Koffern eilt es hinaus.“ Bei der Regie von Ansgar Weigner, entdeckt er aber auch Schwächen („Wie Weigner überhaupt seine Figuren im Stich lässt, wenn es auf pointierten szenischen Witz oder auf genaues Interagieren ankommt“). Um insgesamt zu dem Urteil zu kommen: „Ein unterhaltsamer Beitrag zum Genre der Operette, genau richtig platziert zum 125. Ge- burtstag von Paul Abraham.“ Revierpassagen Auf der Webseite „OpernLoderer“ kann Matthias Woehl kaum Positives an der Inszenierung in Koblenz entdecken. Er schreibt u.a.: „Eigentlich ist alles da, und es bräuchte nur noch einen Regisseur, der das mit ein paar netten Ideen zu bebildern versteht. Doch das gelingt Ansgar Weigner leider nicht. Seine Protagonisten haben auf der Bühne wenig miteinander zu tun. Hier und da sind hübsche Ansätze auszumachen, aber es funktioniert einfach nicht. Alle Protagonisten bleiben blass, große Auf- tritte verpuffen, Beziehungen sind gar nicht zu erkennen, es fehlt einfach an Charme und Romantik. […]  Erklingt dann aber der wohl berühmteste Schlager der Operette, das „Es ist so schön am Abend bummeln zu gehen“, erwacht sogar das Publikum aus seiner Starre, und so wird wenigstens ein paar Mal herzlich geklatscht. Wie kann das eigentlich passieren? Müssen jetzt alle Operetten in Schützen- gräben spielen? Hat denn ein jeder Angst vor ein bisschen Kitsch und Romantik? Wie kann etwas verstärkt sein und ist nicht zu verstehen? Wie kann es sein das man die Protagonisten nicht mal beim Sprechen versteht? Wirklich traurig über das alles, und bedauernd, sich dafür durch Schnee und Eis gequält zu haben, trete ich die Rückfahrt an.“ OpernLoderer 1 Woehrls Kollege Klaus J.Loderer schreibt in seiner Kritik auf dem „OpernLoderer“: „Die Verlegung der Handlung nach Berlin bietet Regisseur Ansgar Weigner die Möglichkeit einer historischen Einordnung des Stücks. Die Premiere von ‚Ball im Savoy‘ fand nämlich am 23. Dezember 1932 in Berlin statt, also wenige Wochen vor der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und der schon bald beginnenden Verdrängung jüdischer Künstler aus dem Kulturleben. […] Und trägt dieses Konzept in Koblenz? Es überzeugt eher nicht. Die Inszenierung dümpelt im ersten Akt vor sich hin. Sie ist nicht richtig charmant, sie ist auch nicht richtig frech. Der Ball im Savoy ist dann durch etwas skurile Chor- Kostüme (Kritopher Kempf) und witzige Ballett- Kostüme aufgebretzelt, wobei die Ballettherren als Lederhöschen-Harness-Fetisch-Buben entsprechend den durch Barrie-Kosky-Operetten-Inszenierungen gerade sehr in Mode gekommenen „Tuntenge- schwadern“ nicht fehlen dürfen. Oh, man gibt sich anrüchig.“ OpernLoderer 2 . )  
(Vergangene Termine, Meldungen und Fundstücke, die hier ab ab Juli 2016 veröffentlich wurden, finden Sie im monatlich aktualisierten PDF-Archiv. Frühere Newsletter mit Terminen finden Sie unter Downloads) Dezember 2017 2.12.2017: Ball im Savoy - Kaunas/Litauen 2.12.2017: "Und im Himmel spielt auch schon die Jazzband". Vortrag und Diskussion über Paul Abraham und die Wurzeln des Musicals in der Jazzoperette. Mit Kevin Clarke - Hochschule Osnabrück 3.12.2017: Ball im Savoy - Theater Koblenz 7.12.2017: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus 8.12.2017: Die Blume von Hawaii - Theater Basel 8.12.2017: Ball im Savoy - Nationaltheater Szegedin/Ungarn 9.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg (Premiere) 12.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 12.12.2017: Ball im Savoy - Theater Koblenz 13.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 14.12.2017: Die Blume von Hawaii - Theater Basel 15.12.2017: Ball im Savoy - Szeged/Ungarn 15.12.2017: Budapester Künstler in Wien (u.a. mit Melodien von Paul Abraham) - Musikverein, Großer Saal 16.12.2017: Ball im Savoy - Szeged/Ungarn 17.12.2017: Märchen im Grand Hotel (konzertant) - Komische Oper Berlin 17.12.2017: Ball im Savoy - Szeged/Ungarn 21.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 22.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 22.12.2017: Ball im Savoy - Szeged/Ungarn 23.12.2017: Ball im Savoy - Theater Koblenz 23.12.2017: Ball im Savoy - Szeged/Ungarn 26.12.2017: Viktoria und ihr Husar - Hamburger Engelsaal Hamburg 30.12.2017: Märchen im Grand Hotel (konzertant) - Komische Oper Berlin 30.12.2017: Viktoria und ihr Husar. Tourneeproduktion des Thalia-Theaters Wien - Kurtheater Baden/Schweiz 31.12.2017: Ball im Savoy - Theater Koblenz 31.12.2017: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg (2 Vorstellungen) 31.12.2017: Viktoria und ihr Husar. Tourneeproduktion des Thalia-Theaters Wien - Germering Januar 2018 7.1.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Basel 7.1.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 11.1.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 12.1.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 13.1.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Basel 14.1.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 19.1.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Basel (Derniere) 19.1.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 27.1.2018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater 27.1.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele (Premiere) 28.1.2018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater 31.1.2018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater Februar 2018 2.2.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 3.2.2018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater 4.2.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 4.2.1028: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 4.2.1018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater 8.2.2018: Operettenkonzert im Fasching (u.a. m,it Melodien von Paul Abraham) - Parktheater im Kurhaus Göggingen 10.2.2018: Viktoria und ihr Husar - München, Gärtnerplatztheater 11.2.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 12.2.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 13.2.2018: Schlösser, die im Monde liegen. Operettenmelodien mit dem Engelsaal-Ensemble (u.a. mit Melodien von Paul Abraham) - Hamburg, Planetarium 16.2.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 17.2.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 18.2.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 19.2.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 22.2.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 24.2.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele März 2018 3.3.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 6.3.2018: Schlösser, die im Monde liegen. Operettenmelodien mit dem Engelsaal-Ensemble (u.a. mit Melodien von Paul Abraham) - Hamburg, Planetarium 8.3.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 8.3.2018: musica reanimata: Paul Abraham - Konzerthaus Berlin, Musikclub 12.3.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz 16.3.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 17.3.2018: Die Blume von Hawaii. Produktion Institut für Musik der Hochschule Osnabrück - Theater Osnabrück (Premiere) 18.3.2018: Ball im Savoy - Theater Koblenz (Derniere) 18.3.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 20.3.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 22.3.2018: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus 29.3.2018: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus April 2018 5.4.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 6.4.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 13.4.2018: Die Blume von Hawaii - Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele 22.4.2018: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus 24.4.2018: Schlösser, die im Monde liegen. Operettenmelodien mit dem Engelsaal-Ensemble (u.a. mit Melodien von Paul Abraham) - Hamburg, Planetarium Mai 2018 4.5.2018: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus 5.5.2018: Die Blume von Hawaii - Hildesheim (Premiere) 5.5.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 12.5.2018: Die Blume von Hawaii - Hildesheim 27.5.2018: Die Blume von Hawaii - Hildesheim 29.5.2018: Schlösser, die im Monde liegen. Operettenmelodien mit dem Engelsaal-Ensemble (u.a. mit Melodien von Paul Abraham) - Hamburg, Planetarium Juni 2018 3.6.2018: Ball im Savoy - Tallin/Estland, Opernhaus 7.6.2018: Roxy und ihr Wunderteam - Theater Augsburg 18.6.2018: Die Blume von Hawaii - Hildesheim Juli 2018 14.7.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl (Premiere) 16.7.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 22.7.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 26.7.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 28.7.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl August 2018 3.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 5.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 8.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 9.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 15.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 17.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 24.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl 26.8.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl September 2018 1.9.2018: Die Blume von Hawaii - Lehár-Festival Bad Ischl Januar 2019 24.1.2019: Viktoria und ihr Husar (Produktion des Theaters Hof) - Selb Alle Termine ohne Gewähr
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Fundstücke
Das wirft Fragen auf: Schellackplatte von 1941 mit Paul-Abraham-Lied Känguruh, gesungen von Iska Geri Im Dezember 1932 wurde Paul Abrahams Operette „Ball im Savoy“ in Berlin uraufgeführt. Kurz danach musste der Komponist emigrieren, seine Werke wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Umso erstaunlicher, dass das Lied „Känguruh“ aus dieser Operette im Dritten Reich überleben konnte. Die Sängerin und Parodistin Iska Geri machte die Melodie, inklusive des Textes der ebenfalls verbotenen Dichter Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda, zu ihrer Erkennungsmelodie und nahm sie sogar 1941 auf Platte auf! Natürlich ohne die Namen der Schöpfer zu nennen, sondern unter dem Urheber-Pseudonym „Gustav Thorlichen“. Nun gab es in der Tat einen Deutschen namens „Gustav Thorlichen“, der allerdings bereits 1933 vor den neuen Machthabern nach Argentinien geflohen war und dort unter dem Namen Gustavo Thorlichen als Fotograf und bildender Künstler erfolgreich wurde. Ein von ihm verfasster Bildband über Argentinien wurde nach dem Krieg mit einem Vorwort von Jorge Luis Borges veröffentlicht, was seinen Rang verdeutlicht. Eher unwahrscheinlich, dass er von der Verwendung seines Namens auf der Schallplatte wusste. Genauso unwahrscheinlich erscheint, dass es eine weitere Person dieses Namens gab. Vielleicht weiß ja ein Leser dieser Zeilen mehr und berichtet sein Wissen an den Herausgeber. Hier können Sie Iska Geri mit „Känguruh“ bei YouTube hören. Erstaunlich ist übrigens auch, dass die Operette „Viktoria und ihr Husar“ am 10. April 1944 (!) im faschistischen Italien aufgeführt werden konnte - allerdings nur, weil der Name des Komponisten verschwiegen und durch das Pseudonym „Haios“ ersetzt wurde. Die Aufführung unter dem Namen „Vittoria el il suo ussaro“ ist für den 10.4.1944 durch die „Compagnia di operette Lombardia“ dokumentiert.
Abrahams musikalische Widmung an die Leser der Illustrierten Kronen-Zeitung in Wien - PR für Märchen im Grand Hotel Am 30. März 1934, also einen Tag nach der offiziellen Uraufführung von Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand Hotel“, veröffentlichte die „Wiener Illustrierte Kronen- Zeitung“ einen musikalischen Gruß des Komponisten. Abraham-Experte Henning Hagedorn erläutert: „Das sind die ersten vier Takte aus der Nummer 5 der Isabella ‚Ich wär' so gerne Königin‘. Die Noten der Melodie und die Tonart entsprechen dem Klavierauszug, ebenso die Dynamik pp für Pianissimo, auch der Text an dieser Stelle ‚Wo eine schöne Frau regiert‘. Im Klavierauzug ist das Tempo an dieser Stelle mit ‚Ruhiger‘ angegeben, hier mit ‚Lángsam‘. Am 17. und 30. Dezember 2018 bietet die Komische Oper Berlin die Gelegenheit, dieses Lied, ja die ganze Operette erstmals in Deutschland auf der Bühne zu hören. Dann gibt es eine konzertante Aufführung von „Märchen im Grand Hotel“.